Warum gibt es so viele Flüchtlinge?
 
Ein E-Mail Bericht von einem guten Bekannten, dessen Namen ich aus guten Gründen nicht veröffentlichen will.
Das Problem der Flüchtlinge sollte dort gelöst werden, wo es generiert wurde – nach dem Verursacherprinzip und mithilfe der Organisationen, die für die "islamische Solidarität" zuständig sind. Wir brauchen keine Destabilisierung Österreichs.
Obama und der Westen wussten früh, wer in Syrien wirklich kämpft und welche weltweite terroristische Gefahr aus ihrer Politik erwuchs. Während sie der Welt das übliche Märchen erzählten, sie kämpften für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, unterstützten sie gezielt terroristische Organisationen.
Ein salafistischer Terrorstaat in Ost-Syrien war ihnen nicht nur egal. Sie ‚wollten‘ ihn. Sie nahmen zusätzlich bewusst in Kauf, dass der ISI einen islamistischen Terrorstaat gründen konnte, der Teile des Irak umfasste. Der DIA-Bericht ist in diesem Punkt unmissverständlich.
Deshalb planen die USA zur Zeit auch nicht, den ‚Islamischen Staat‘ völlig auszuschalten. Selbst wenn sie wüssten wie. Sie brauchen den IS noch. Der Iran würde ihnen sonst zu stark. 
 
 
In  Syrien  geht  es  um  die  Weichenstellungen  für  den  internationalen  Energiemarkt.  Es  geht,  wie immer  bei  Kriegen,  um  Öl,  Gas  und  Marktzugänge.  Neben  der  Kontrolle  des  europäischen Energiemarkts geht es jedoch auch um die Währung, in der Erdöl und Erdgas bezahlt werden. Der Dollar  steht immer mehr unter Druck, seinen Status als  Weltreservewährung  und als  Ölwährung  zu verlieren. Saudi-Arabien als treuer Verbündeter der USA wird am Dollar festhalten. 
Es geht um schmutzige Deals. An diesen Deals hängt der Reichtum einiger weniger. Diese sind bereit, für ihre Interessen mit allen Mitteln zu kämpfen. Und sterben zu lassen. Das sind die Fakten einer globalen Wirtschafts-Ordnung. Syrien ist nur ein Kapitel in einer unendlichen, grausamen Geschichte.
 
 
Das Flüchtlingsproblem verlangt auch eine grundlegende Änderung der Praktiken in der Weltwirtschaft. Solange eine afrikanische Banane hier billiger ist als eine deutsche Birne, solange Billigfleisch aus der EU die afrikanischen Märkte überflutet und die dortigen Viehzüchter ruiniert, solange Fischer an den afrikanischen Küsten den High-tech-Flotten aus Europa und den USA hoffnungslos unterlegen sind, solange also der Stärkere den Schwächeren im globalen Maßstab an die Wand drücken kann, ohne dass die »Institutionen« der reichen Länder gegensteuern, werden die Fluchtursachen bleiben und eher noch zunehmen. Statt einmal mehr Aktionismus auf Nebenschauplätzen wie dem der Schleuser, die im ur-kapitalistischen Sinn nichts anderes tun als eine Marktlücke zu besetzen, vorzuführen, sollten EU, EZB, IWF, Weltbank usw. ihre Anstrengungen darauf richten, das zutiefst ungerechte gegenwärtige Weltwirtschaftssystem so zu reformieren, dass die Kluft zwischen Arm und Reich nicht immer weiter auseinander klafft, sondern Schritt für Schritt eingeebnet wird. 
Nur wenn in den armen Ländern dieser Welt solche Lebensbedingungen herrschen, die den Menschen dort eine Perspektive geben, werden sie auf die Reise dorthin, wo sie für sich mehr Chancen sehen, verzichten. Eine solche Politik verlangt ein sofortiges Umdenken in den Regierungszentralen Europas. Die Alternative dazu ist ein weiteres Anwachsen der Flüchtlingsströme und in deren Folge immer neue Todesopfer auf dem Konto jener, die sich gern als die Hüter von Freiheit und Menschenrecht gerieren.
Johannes Ramel
www.johannes-ramel.at